Das Projekt “Young-Tische” unterstützt junge Menschen mit Migrationsgeschichte zwischen 16 und 25 Jahren.
Young-Tische schafft einen geschützten Rahmen, in dem junge Menschen mit Migrationshintergrund offen und moderiert über ihre Themen sprechen können – in vertrauter Sprache und unter Gleichaltrigen. Es geht um Austausch auf Augenhöhe, ums Zuhören, Dazulernen und die Stärkung von Selbstvertrauen und Zugehörigkeit.
In kleinen Gruppen treffen sich junge Menschen zu moderierten Gesprächsrunden. Innovative Ansätze wie gemeinsames Kochen oder kreative Aktivitäten erleichtern den Zugang und schaffen eine ungezwungene Atmosphäre, um über psychische Gesundheit, Stress, Identität, Beziehungen, Social Media oder Ausbildungsmöglichkeiten zu sprechen.
Dabei geht es nicht um Therapie, sondern um Orientierung, Wissen und Selbstwirksamkeit. Die Gespräche finden in der Sprache statt, in der sich die Teilnehmenden am sichersten fühlen – zum Beispiel Arabisch, Tigrinya, Farsi oder Ukrainisch. Das senkt Hürden und fördert Vertrauen.
Ein zentrales Merkmal der Young-Tische ist die Peer-to-Peer Methodik; Aufgrund der geteilten Lebenswelt erleichtern Peers die Kontaktaufnahme und Teilnahme an den Gesprächsrunden. Sie stimmen die Botschaften auf die Bedürfnisse der Gruppe ab und fördern den Austausch “auf Augenhöhe”. Peers in der Rolle als Moderierende treten nicht als Expert*innen auf, sondern als Vermittler*innen für den Informationsaustausch, die für eine respektvolle Atmosphäre sorgen.