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Voices in Youth Mental Health Research

Die Ausgangslage ist komplex: Immer mehr Jugendliche in der Schweiz und weltweit berichten von psychischen Belastungen. Gleichzeitig werden bestehende Angebote zur Prävention oder Behandlung zu wenig genutzt. Ein vielversprechender Ansatz, Programme zielgruppengerechter zu gestalten und damit möglicherweise deren Nutzung zu erhöhen, ist Patient and Public Involvement (PPI). PPI bezeichnet die aktive und gleichberechtigte Einbindung von Patient*innen und der Öffentlichkeit in die klinische Forschung. Dabei wird nicht über die Zielgruppe, sondern mit ihr geforscht. So soll sichergestellt werden, dass Forschung von den Perspektiven, Erfahrungen und Bedürfnissen derjenigen geprägt ist, denen sie zugutekommen soll.

Dieses Pilotprojekt untersucht die Machbarkeit und Akzeptanz, sowie die Wirksamkeit von PPI in der Abteilung Youth Mental Health der Universität Basel. Acht Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit und ohne psychische Erkrankungen werden als gleichberechtigte Co-Forschende für zwei Jahre die Projekte der Abteilung mitgestalten – von der Entwicklung von Forschungsfragen bis zur Verbreitung der Ergebnisse. Sowohl die Jugendlichen als auch die Forschenden der Abteilung werden für diese Aufgabe von Fachpersonen geschult und die Umsetzung wird fortlaufend evaluiert. Die verwendeten Materialien werden aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Ein interdisziplinäres Advisory Board begleitet das Projekt fachlich und unterstützt den Transfer von der Forschung in die Praxis und Öffentlichkeit.