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Diskriminierung und positive Behandlung junger Menschen mit psychischen Problemen

Die psychische Belastung junger Menschen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Trotz wachsender Offenheit gegenüber psychischen Problemen erleben viele junge Betroffene weiterhin Diskriminierung – im familiären Umfeld, unter Freunden oder in Ausbildungskontexten. Gleichzeitig berichten sie auch von unterstützenden Reaktionen, die solche Belastungen abfedern können. Bislang fehlen jedoch systematische Daten zu diesen Erfahrungen, insbesondere aufgrund des Mangels an geeigneten, validierten und zeitgemässen Erhebungsinstrumenten.

Hier setzt das Projekt an: Gemeinsam mit betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird ein wissenschaftlich fundierter Fragebogen zur differenzierten Erfassung von Diskriminierungs- und Unterstützungserfahrungen entwickelt und validiert.

Das Instrument wird frei zugänglich gemacht und kann von Forschenden sowie von der Praxis genutzt werden. Die künftig durch das Instrument gewonnenen Erkenntnisse können konkrete Ansatzpunkte liefern, um Diskriminierung zu reduzieren und gezielt unterstützende soziale Reaktionen zu stärken. Langfristig trägt das Projekt damit zur Förderung der psychischen Gesundheit, der gesellschaftlichen Teilhabe und der Chancengleichheit junger Betroffener mit psychischen Problemen bei. Durch die partizipative Entwicklung entstehen zudem bereits im Projekt neue Einblicke in zentrale Lebensbereiche dieser Zielgruppe, in denen sowohl belastende als auch unterstützende Erfahrungen gemacht werden, z.B. in digitalen Medien.